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Vom Buch zum Spiel - Kinderbücher in Szene gesetzt  

Referentin: Eva Streitberger


In dieser Fortbildung geht es um die fantasievolle Übertragung einer Bilder- oder Kinderbuchgeschichte auf die Spielebene.
Besonders Bilderbücher schaffen einen spontanen Anreiz zum Rollen- und Theaterspiel, indem Identifikationsmomente geschaffen werden. Kinder können schnell in eine Figur „schlüpfen“. Vom „Durchstellen“ geht es flugs zum „Darstellen“ und Spielen und damit zum Nachempfinden einer Situation.

Vermittelt wird Ihnen, wie dieser Prozess Schritt für Schritt vom Spielleiter entwickelt wird. Durch das Ausprobieren von Identifikationsmomenten erleben die Teilnehmer am „eigenen Leib“ das kreative Potential dieser Methode.
Neben der Entwicklung des Rollenspiels werden Tricks und Kniffe vermittelt, wie eine Erzählebene in ein Theaterstück etabliert werden kann. Mit Hilfe von einfachen, selbst erfundenen Reimen kann eine Geschichte kommentiert und begleitet werden.

Die Teilnehmer können aussuchen, ob sie in der Wahl des Bilderbuches eine themenzentrierte (d.h. um einen Lösungsansatz orientierte) Geschichte wählen oder einen fantastisch-sinnlich ausgerichteten Stoff bevorzugen.

Zur Auswahl stehen:

„Sophie wehrt sich“, Petra Mönter / Eva Spanjardt, Kerle bei Herder-Verlag 2004
Die Bildgeschichte über Gewalt im Grundschulalter zeigt den Weg von der Opfer- zur Handlungsrolle.

„Wo die wilden Kerle wohnen“, Maurice Sendak, Diogenes Verlag 1998 (auch als Hör-CD)
Ein Klassiker der Kinderliteratur mit Traumgeschichte und Happyend.

Die beiden Bücher sind als Beispiele für das Rollenspiel und die Methode der Einfühlung durch Identifikation zu verstehen.



Teilnehmer
sind Lehrer, Erzieher und andere Literaturvermittler. Anzahl der Teilnehmer zwischen 10 und 25.

Die Referentin Eva Streitberger
Theaterpädagogin in einem Kreuzberger Kulturzentrum, entwickelt, schreibt und inszeniert Stücke mit Kindern und Jugendlichen.
„Theaterspiel ist ein schöpferischer Akt. Die Fantasie wird geöffnet, Geschichten sprudeln. In meinen Werkstätten biete ich Raum für die Ideen der Kinder und Jugendlichen und schaffe den Rahmen für Erfahrungen, die zum Ausprobieren einladen.“