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Angebote >Jugendliche >>Werkstätten zu brisanten Themen |
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| Werkstätten zu brisanten Themen |
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Für unsere Jugendwerkstätten wählen wir bewusst aktuelle und brisante Themen.
Wir reden über Ausgrenzung, Sucht und Gewalt. Und wir nähern uns auf außergewöhnliche Weise „schwierigen“ literarischen Texten. Wir setzen Klassiker lustvoll in Szene.
An einer Werkstatt nehmen in der Regel eine Klasse mit bis zu 30 Schülern teil.
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Türkisch, russisch, deutsch oder was?
„Knallhart“, Gregor Tessnow, Ueberreuter 2004/2006
Gehören Abziehen, Bedrohen und Gewalt wirklich zur türkischen Jugendszene in den Großstädten? Am Beispiel des Jugendromans von Gregor Tessnow setzen sich die Schüler mit der Gang- und Gewaltszene auseinander. In Kleingruppen und in szenischen Übungen äußern sich zu Fragen wie: Was ist typisch türkisch, deutsch, arabisch oder russisch? Eine kontroverse Diskussion ist sicher.
Dauer knapp zwei Stunden, 30 Schüler ab Klasse 7
Mit Alev Sönmez
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Kopftuch - Mädchen
Freiwillig oder gezwungen? Ausdruck von Eigenständigkeit oder Unfreiheit? In kaum ein anderes Kleidungsstück wird so viel hineininterpretiert oder herausgelesen. Auch im Jugendbuch ein heiß diskutiertes Thema: „Und meine Welt steht Kopf“ von Randa Abdel-Fattah, „Seidenhaar“ von Aygen-Sibel Çelik und „Kopftuch“ von Patricia Mennen.
In dieser Werkstatt kommen Mädchen wie Jungen zu Wort - eine lebhafte Auseinandersetzung ist zu erwarten.
Dauer knapp zwei Stunden, 30 Schüler ab Klasse 7.
Mit Alev Sönmez
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Top oder Flop Was Jungen wirklich lesen wollen!
Viel beachtet und debattiert aber was meint die Zielgruppe selbst? In dieser Werkstatt ausschließlich für Jungen zwischen 13 und 16 Jahren geht es um Vorlieben, Abneigungen, Wünsche rund um Bücher. Frank Sommer tritt als Marketingforscher auf und befragt die Jugendlichen nach ihren Meinungen zu Tops und Flops der Buchszene.
Eine unterhaltsame und aufschlussreiche Veranstaltung mit und für die schwierige (?) Lesegruppe.
Wertvolle Erkenntnisse für die Buchauswahl und die gezielte Präsentation und Bewerbung von Buchtiteln sind garantiert.
90 Minuten für ca. 25 Jungen der Haupt- oder Realschule.
Mit Frank Sommer
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Bist du der Bestimmer?
Projektvormittag für zwei Klassen und zwei Projektleiter
Wer gibt den Ton an in einer Gruppe? Wer bestimmt, was gut geheißen oder abgelehnt wird? Wer spielt mit? Wer ist Bestimmer? Wer Mitläufer? Wer duckt sich? In Gruppenprozessen geht es oft um Macht.
Der Werkstattvormittag greift Erfahrungen aus den Literaturwerkstätten zu Mobbing und Ausgrenzung auf, die Frau Streitberger in den letzten Jahren mit zahlreichen Klassen der Sekundarstufe durchgeführt hat. Der Diskussionsbedarf und der Wunsch nach tieferer Auseinandersetzung mit den Themen Gruppendynamik, Mitgliedschaft oder Ausschluss aus einer Clique werden in diesem Werkstattvormittag umgesetzt.
Mit Ausgrenzungs-Sprüchen und kurzen Lesungen aus verschiedenen Jugendbüchern eröffnen die beiden Werkstattleiter die Veranstaltung.
Die bis zu fünfzig Jugendlichen werden dann in eine Mädchen- und eine Jungen-Gruppe aufgeteilt.
In theatralen und szenischen Übungen lernen die Jugendlichen Mechanismen von Ausgrenzung und Situationsbestimmung kennen. Sie übernehmen dabei die Rollen von Bestimmer und Bestimmten, erkennen welchen Spaß und welche Befriedigung es machen kann, andere nach der „eigenen Pfeife tanzen zu lassen“.
Die gegenseitige Präsentation von Gruppenergebnissen und eine ausführliche Diskussion schließen den Projektvormittag ab.
Projektvormittag für zwei Klassen etwa 3,5 Stunden mit Pause, ca. 50 Schüler der 7. oder 8. Klassen.
Mit Eva Streitberger und Frank Sommer
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Vorbilder Leitbilder Stars oder Sternchen
Jugendliche brauchen und suchen Vorbilder und Stars: HipHoper, Sportler, Schauspieler, Eltern, Geschwister, aber auch dubiose Gestalten oder provokante Politagitatoren.
Die Jugendlichen setzen sich mit Eigenschaften auseinander, die es anzustreben lohnt, die sie kategorisch ablehnen, die sie ermutigen oder verunsichern. Welche Persönlichkeit verkörpert diese Eigenschaften am besten? Wie lebt diese Person? Woher erfahren sie mehr über sie? Wie werden Infos übermittelt?
In Kleingruppen recherchieren die Schüler im Internet, in Büchern und Zeitschriften nach Infos, Bildern und Musik. Mehr und mehr erschließt sich ein (mediales) Bild ihres Vorbilds.
Dauer mindestens 2 Stunden, 25 Schüler ab Klasse 7.
Mit Eva Streitberger
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Jugendknast
„Ab in den Knast“, Uwe Britten, cbt 2006
16 Monate Jugendstrafvollzug, Lehrstelle futsch, Freundin weg. Was passiert, wenn man richtig Mist gebaut hat.
Auf die schiefe Bahn geraten, kriminell zu werden, Gangster zu sein- für viele Jugendliche hat das etwas Faszinierendes. Was es heiß, hoch zu pokern, das Risiko herauszufordern und dann Konsequenzen zu tragen an Beispielen aus Jugendbüchern wird es hier durchgespielt.
Eine Werkstatt mit szenischer Umsetzung, Tagebucheinträgen und inneren Monologen.
2 Stunden, 30 Schüler ab Klasse 8 einer Haupt- oder Gesamtschule.
Mit Eva Streitberger
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Echte Kumpels wahre Freunde
Blindes Vertrauen, gemeinsam durch dick und dünn oder ordentlich die Meinung geigen: was macht wahre Freundschaft aus? Wie sind echte Kumpels oder allerbeste Freundinnen?
Kurze Lesungen aus zwei aktuellen Jugendromanen führen ins Thema ein. Die Jugendlichen diskutieren über die Regeln von Freundschaft, Clique und Zusammengehörigkeit. Mädchen und Jungen erstellen getrennt eine „Ampel der Freundschaft“. Aufschlussreiche Ergebnisse sind zu erwarten. Mit Buchtipps für die weitere Lektüre.
90 Minuten, 30 Schüler der 6. oder 7. Klassen einer Haupt-, Real- oder Gesamtschule.
Mit Eva Streitberger oder Frank Sommer
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Selbstsuche und Sucht
„Höhenflug abwärts - Ein Mädchen nimmt Drogen“, Jana Frey, Loewe Verlag 2003
Alles kein Problem - alles ganz locker - alles unter Kontrolle. Oder doch nicht?
Ein Roman über die Dynamik von Sucht: das Bedürfnis nach Befreiung und das unmerkliche Hineinrutschen in die Abhängigkeit.
„Sucht hat immer eine Geschichte“ - unter diesem Motto sammeln die Jugendlichen Motive für das Hineingeraten in die Spirale von Sucht. Sie hören Textausschnitte, erfahren von den Hintergründen der Hauptfigur Marie und entwickeln eigene Szenen und suchen gemeinsam nach Lösungsansätzen.
Raum und Materialbedarf: Stuhlkreis, Flipchart oder Tafel, CD-Spieler, Platz für die Kleingruppenarbeit.
Dauer ca. 2 Stunden, ab 7. Klasse, 25 Jugendliche
Mit Eva Streitberger
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Freundschaft und Ausgrenzung
„Zeig dein Gesicht“, Alyssa Brugman, Hanser 2004
„Lametta am Himmel, Karen-Susan Fessel, Oetinger 2004
Drin in der Clique oder draußen? Wer entscheidet das? Warum wird jemand zum Außenseiter? Dazugehören: ja, aber zu welchem Preis?
In der Werkstatt werden Fragen gestellt zum „in „ und „out“ und den entsprechenden Gefühlen und Verhaltensweisen. Ausgehend von Textstellen wird der Problematik von Ausgrenzung und Mobbing nachgespürt. Besonderer Augenmerk liegt auf der Frage, ob Freundschaft zwischen einem/r Außenseiter/in und einem/r Angehörigen einer Clique möglich ist und welche Verwicklungen sich aus dieser Konstellation ergeben.
Nach Lesungen aus den Büchern und nachfolgender Reflektion wird mit szenischen Übungen zu Status und Gruppendruck übergeleitet zum Rollenspiel und zur Entwicklung eigener Szenen.
Stuhlkreis, Flipchart, CD-Spieler und Platz für die Kleingruppenarbeit sind notwendig.
Dauer ca. 2 Stunden, 25 Schüler ab 6. Klasse
Mit Eva Streitberger
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Gewalt und Mobbing
„Ich schieße ...doch!“, Elisabeth Zöller, Loewe 2005
Der 14-jährige Niko wird von Klassenkameraden drangsaliert und geprügelt wird und hat permanent Angst. Er wünscht sich, aus seiner Opferrolle herauszukommen, in dem er selbst zum Täter wird. Er besorgt sich eine Waffe.
Mit Hilfe von Textauszügen wird der Werdegang vom Opfer zum Täter nachgezeichnet und im Rollenspiel nachempfunden. Der Schwerpunkt liegt auf der Frage, durch welche Verhaltensweisen diese Dynamik durchbrochen werden kann.
Raum- und Materialbedarf: Stuhlkreis, Flipchart, CD-Spieler, Platz für die Kleingruppenarbeit.
Dauer ca. 2 Stunden, 25 Schüler ab 6. Klasse
Mit Eva Streitberger
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Abhauen und Heimkommen
„Straßenblues“, Christine Fehér, Sauerländer 2004
Klassiker: „Rolltreppe abwärts“, Hans-Georg Noack, Ravensburger 2004;
„Ilse Janda, 14“, Christine Nöstlinger, Oetinger 2004
Was ist los, wenn man´s zuhause nicht mehr aushält? Auf der Straße leben und sich Durchschlagen? Ins Heim kommen?
Viele Jugendliche spielen mit dem Gedanken, von zu Hause abzuhauen. Drei Jugendromane beschreiben die harte Wirklichkeit von Trebegängern und die Entwicklung zu diesem schwierigen Schritt.
Mit Textausschnitten und exemplarischen Szenen werden Wendepunkte in dem Leben der Hauptfiguren beleuchtet und nachempfunden.
Benötigt werden Stuhlkreis, Flipchart, CD-Spieler, Platz für die Kleingruppenarbeit.
Dauer: ca. 2 Stunden, 25 Schüler ab 6. Klasse
Mit Eva Streitberger
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Katastrophe und Krisenmanagement
Mirijam Günter: Die Ameisensiedlung, dtv junior 2006
Die 15-jährige Conny hängt den ganzen Tag mit ihrer Clique ab. Frust, Schlägereien, Saufen und ungeregelte Familienverhältnisse sind ihr Alltag. Ein neuer Lehrer will sie unterstützen. Aber die Clique sieht ihn als Gefahr.
Lassen sich Jugendliche überhaupt helfen, wenn es ihnen dreckig geht? Die Schüler setzen sich mit Methoden und Helfern in Krisensituationen auseinander. Sie stellen Ratschläge und Lösungen vor.
2-stündige Werkstatt, 30 Jugendliche ab 7. Klasse (Haupt- und Realschule)
Mit Frank Sommer
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Geschlechterrolle und Identität
„Body Leben im falschen Körper“, Christine Fehér, Sauerländer 2003
„Finding Alex“, Kathrin Schrocke, Oetinger 2006
Ulrike nennt sich Ulli und wäre lieber ein Junge. Sie trägt kurze Haare, weite Klamotten und hasst alle Zeichen ihrer Weiblichkeit. Irritationen gehören natürlich zur Tagesordnung - in ihrer Familie, bei ihren Klassenkameraden und nicht zuletzt bei ihrer ersten Liebe.
Eine Werkstatt für Mädchen (aber auch für Jungen ab 12 Jahren), die sich einer offenen Auseinandersetzung über Vorbilder stellen wollen. Die persönliche Integrität der Jugendlichen wird gewahrt.
Eine Geschlechtertrennung ist anzuraten, da sie die offene Auseinandersetzung erleichtert. Stuhlkreis, Flipchart, CD-Spieler, Platz für die Kleingruppenarbeit sind nötig.
Dauer ca. 2 Stunden, 25 Schüler ab 6. Klasse
Mit Eva Streitberger
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Klassiker-Werkstatt „Schiller, Lessing, Shakespeare & Co.“
Szenen, Dialoge, Konflikte. Sie wählen den Theaterautor, die Theaterwerkstatt leiten wir und die Jugendlichen erleben den dramatischen Inhalt ausgewählter Szenen mit einem direkten Bezug zum Jetzt und Heute. Eine Vorbereitung der Jugendlichen ist nicht notwendig. Die Werkstatt zielt darauf ab, über den spannenden und heute immer noch modernen Plot der Geschichte das Interesse am Stück und der ungewöhnlichen Sprache zu wecken.
Räumlichkeiten zur Szenenprobe in Kleingruppen sollten zur Verfügung stehen.
Die Werkstatt dauert mindestens zwei Stunden und endet mit der Präsentation der erprobten Szenen.
Mit Frank Sommer oder Sylvia Krupicka
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Kommentar von Eva Streitberger
In den Themenwerkstätten für Jugendliche geht es darum, aktuelle und brisante Themen mit Jugendlichen anzusprechen und literarisch und im Rollenspiel zu bearbeiten.
Jugendliche sind oftmals persönlich betroffen von Ausgrenzung, Sucht, Gewalt. In den Werkstätten wird der Raum geöffnet für eine persönliche Auseinandersetzung zu einem Thema, das unter den Nägeln brennt. Da von einer Romangeschichte ausgegangen wird und die Problematik sich stark auf das Buch konzentriert, haben die Jugendlichen nicht das Gefühl, dass es ihnen zu sehr ans eigene Eingemachte geht.
Es ist wichtig, dass sich die Jugendlichen so angstfrei wie möglich an das jeweilige Problemthema annähern und im Rollenspiel Entwicklungen nachvollziehen können.
Dazu ist das Buch notwendig, da die Figur im Mittelpunkt der Geschichte eine Lebensfrage oder -krise subjektiv beschreibt und die angesprochenen Jugendlichen selbst entscheiden können, inwieweit die erzählte Realität sich mit eigenen Erfahrungen deckt.
Von der Geschichte auszugehen bietet den Schutzraum, der für diese brisanten Themen nötig ist, damit Öffnung überhaupt möglich wird. Die Erfahrungen der Romanfigur fungieren in den Themenwerkstätten als Spiegel für die Jugendlichen.
Anhand von beschriebenen Konfliktsituationen werden Wendepunkte in der Entwicklung von jungen Menschen sichtbar und im Rollenspiel der Jugendlichen auch spürbar.
Es wird in der Themenwerkstatt immer Wert darauf gelegt, alle Situationen als Geschichte der Romanfigur erkennbar zu halten und die Jugendlichen einzuladen, in ihre Haut zu schlüpfen. Eigene Erfahrungen können unmerklich einfließen und die Auseinandersetzung mit problematischen Verhaltensweisen wird erst dadurch möglich, dass es nicht zu nahe geht.
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